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Nightwishs Wishmaster-Intro: 19 Sekunden Symphonic Metal, die deine Anschlagshand zum Duell fordern

Die koffeinreichsten 19 Sekunden des Symphonic Metal — eine Gitarre nach der anderen.

Es gibt zwei Sorten Mensch: die einen hören das Intro von Nightwishs „Wishmaster" und nicken gelassen mit, die anderen spüren, wie ihre Anschlagshand sofort den Vorruhestand beantragt. Ich bin leider beides.

Das hier ist ein sehr kurzer Clip — keine zwanzig Sekunden — vom „Wishmaster"-Intro-Riff auf der Gitarre: die galoppierende Symphonic-Metal-Salve, die Tuomas' Keyboards und Emppus Gitarre abfeuern, bevor Tarja auch nur Luft geholt hat. Nur Wucht, kein Füllmaterial.

So funktioniert das Wishmaster-Intro-Riff

Der Zauber entsteht, wenn harmonisch Moll auf gnadenloses Palm Muting trifft. Die erhöhte Septime gibt dem Riff seinen dramatischen, leicht barocken Biss — genau der neoklassische Trick, der die halbe Power-Metal-Welt klingen lässt, als wäre Vivaldi einer Rockergang beigetreten. Darunter knattert die rechte Hand enge Sechzehntel-Galopps, und das Ganze hält nur zusammen, wenn die gedämpften Töne kurz und gleichmäßig bleiben.

Konkreter Tipp: Jage nicht zuerst dem Tempo hinterher. Stell das Metronom langsam, verankere den Handballen so am Steg, dass die tiefe Saite abgedämpft, aber noch tonhaltig ist, und übe den Galopp (runter-runter-rauf), bis er langweilig sauber ist. Tempo ist nur saubere Wiederholung in einer Lederjacke — ob du die Akzente wechselschlägst oder abwärts spielst, ist ein eigenes Kaninchenloch.

Trotzdem: Ich habe dieses Riff ungefähr neuntausendmal gespielt, und mein kleiner Finger streikt immer noch gelegentlich. Schnapp dir das PDF und die Guitar-Pro-Datei, gib dem Komponisten die Schuld statt dir selbst, und unterstütze mich auf Patreon.