Musiktheorie

Melodischer Rhythmus (auf der Gitarre)

Als melodischer Rhythmus bezeichnet man einen Rhythmus, der nicht durch einzelne Noten und Pausen, sondern durch eine rhythmische… erreicht wird.

Melodischer Rhythmus (auf der Gitarre)

Ein melodischer Rhythmus ist ein Begriff, der einen Rhythmus beschreibt, der nicht durch einzelne Noten und Pausen, sondern durch eine rhythmische Melodie erreicht wird.

Wenn Sie noch nicht wissen, was Noten sind oder wie das folgende Beispiel gelesen wird, sollten Sie zunächst die Anleitung „Noten- und Pausenwerte“ lesen.

Als Beispiel betrachten wir einen typischen Rhythmus Rhythmus:

In diesem Beispiel wird ein Rhythmus aus Noten und Pausen erstellt, das heißt, wir spielen Noten und spielen nicht während der Pausen.

Im Falle eines melodischen Rhythmus wollen wir den gleichen Effekt ohne eine einzige Pause erzielen. Betrachten wir dazu ein einfacheres Beispiel mit weniger Noten:

Nun versuchen wir, die Pausen mit unterschiedlichen Noten zu füllen. Es ist wichtig sicherzustellen, dass wir keine Noten auswählen, die für die Pausen, die wir füllen möchten, zu nahe beieinander liegen.

Wenn die Noten (in Bezug auf die Tonhöhe) zu nahe beieinander liegen, hören wir keinen Rhythmus, sondern eher eine Folge von Noten. Denken Sie also immer daran, beispielsweise eine Saite zu überspringen, um den Rhythmus klarer zu machen.

Es ist jedoch möglich, auch mit einer Sekunde (Intervall) einen melodischen Rhythmus zu erzeugen, aber für dieses Beispiel verwende ich lieber etwas, das leichter zu hören ist.

Also werde ich jetzt versuchen, die Pausen durch Noten zu ersetzen, die nicht unbedingt zu nahe beieinander liegen:

Wie Sie im folgenden Beispiel sehen können, sind alle Noten, die keine Pausen waren, haben eine deutlich höhere Tonhöhe als die Noten davor oder danach. Unsere Ohren gewöhnen sich schnell an die „tiefen“ Töne. Sobald eine neue Note in der Tonhöhe höher ist als die vorherigen (oder die folgenden), nehmen wir sie als Rhythmus wahr.

Für die Gitarristen unter uns hier die Tabs zum Mitspielen:

Zum Vergleich werde ich noch einmal alle Pausen durch Noten ersetzen, dieses Mal jedoch durch tiefere Noten. Sie bemerken wahrscheinlich, dass der melodische Rhythmus jetzt nicht mehr so ​​ausgeprägt und nicht so leicht erkennbar ist.

Beim genauen Zuhören können Sie immer noch leicht einen „Rhythmus“ erkennen, obwohl es nicht der Rhythmus ist, den wir ursprünglich angestrebt haben. Auch hier nehmen wir die hohen Töne als melodischen Rhythmus wahr.

Rhythmen mit Palm-Dämpfern

Eine andere Möglichkeit, wie Gitarristen einen Rhythmus erzeugen können, ist die Palm-Dämpfung.

In diesem Beispiel spielen wir immer den gleichen Akkord (der übrigens ein E5-Power-Akkord ist).

Wenn wir alles „normal“ ohne Palm-Dämpfer spielen würden, wäre das der Fall klingen so:

Audiobeispiel

Wir haben also einfach 4x4 gespielt (das sind 16 Schläge pro Akkord) Akkorde, ohne Akzente oder Rhythmen.

Aber wenn wir die Palm Mutes spielen (markiert als P.M.), klingt es ungefähr so:

Audio Beispiel

Der Unterschied besteht hier darin, dass wir einen „Akzent“ auf die erste Note, die vierte Note, die siebte Note usw. setzen, indem wir den Handflächendämpfer weglassen.

Sie können sich vorstellen, dass damit ein ähnliches Ergebnis erzielt wird wie bei den vorherigen Beispielen, den melodischen Rhythmen. Der einzige Unterschied besteht darin, dass wir nicht „tiefe Töne“ spielen, um die höheren besser hörbar zu machen, sondern dass wir bestimmte Töne „stummschalten“, um andere hervorzuheben.

Für das letzte Beispiel habe ich eine Kombination aus Handdämpfern und melodischen Rhythmen. In diesem Fall spielen wir nur die tiefe E-Saite und betonen sie mit viel höheren Tönen:

Zusätzlich dämpfen wir alle Töne auf der E-Saite mit Handdämpfern. Auf diese Weise haben wir das Riff sowohl durch Handdämpfer als auch durch melodische Rhythmen verstärkt.

Audio Beispiel

Wir haben also keine einzige Pause und trotzdem klingt es wie ein Rhythmus  – „das ist der melodische Rhythmus!“ 🙂