Chromatische Ansätze auf der Gitarre
Ich möchte hier nicht zu tief auf das Thema „Chromatik“ eingehen, sondern mich eher auf „chromatische Ansätze“ konzentrieren.
Chromatische Noten mit Skalen
Eine „normale“ C-Dur-Tonleiter sieht in Noten so aus:

Die chromatischen Noten liegen also zwischen den diatonischen Noten.

Die Noten mit den roten Pfeilen sind die neu hinzugefügten chromatischen Noten. Also füllen wir einfach den Raum zwischen C und D aus.

Wobei gesagt werden muss, dass es auch in der C-Dur-Tonleiter natürliche Halbtonschritte gibt, etwa zwischen H und C und zwischen E und F.
Diese Halbtonschritte gehören zu jedem Skala, gelten aber nicht unbedingt als chromatische Ansätze. Man könnte diese Halbtonschritte aber auch als chromatische Ansätze sehen.

Sie müssen also nur die leeren Bünde der Gitarre ausfüllen:

Die orangen Noten sind die zusätzlich eingefügten chromatischen Noten zwischen den diatonischen Noten.
Chromatische Noten in Arpeggios
Das gleiche Prinzip lässt sich nun auch auf die Arpeggios.
Da die Schritte zwischen den Noten bei Arpeggios größer sind als in den Skalen, denkt man hier etwas anders.
Anstatt wie bei den Skalen zu „füllen“, könnte man hier auch einfach „addieren“. So ist das Arpeggio z.B. B. anders beginnen.
Eine bekannte Technik zur Verwendung chromatischer Ansätze in Arpeggios besteht darin, sich den Arpeggio-Noten (1, 3, 5 oder 7) mit einem bestimmten Ansatz zu nähern.

Im obigen Beispiel spielen wir zunächst einen chromatischen Ansatz vor jedem Grundton. In diesem Beispiel einen halben Schritt höher und dann mit dem Grundton auflösen.
Diese Technik wird dann auch für Terzen, Quinten und Septimen verwendet.

Das exakt gleiche Prinzip kann auch mit „Double Chromatic from Above“ durchgeführt werden. Hier werden also anstelle einer chromatischen Note von oben zwei chromatische Noten von oben gespielt.
Auch dies lässt sich auf die anderen Arpeggio-Noten anwenden und natürlich auch auf andere Varianten wie „Doppelchromatisch von unten“ oder „Einzelchromatisch von unten/oben“ usw.