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Happy Birthday, Schweiz: Die Schweizer Nationalhymne auf der Solo-Gitarre

Die Nationalhymne — ohne den Text, den eh niemand auswendig kann.

Jeden 1. August feiert die Schweiz mit Feuerwerk, Cervelat und der kollektiven Erkenntnis, dass sich fast niemand an die zweite Strophe der Nationalhymne erinnert. Also habe ich das Patriotischste getan, was ging: den Text weggelassen und meine Gitarre für mich nuscheln lassen.

Dieser kleine Clip ist der „Schweizerpsalm" von Alberich Zwyssig — die Schweizer Nationalhymne — arrangiert für Solo-Gitarre. Ein Instrument, alle vier Stimmen, keine Kuh kam zu Schaden.

Wie aus einer Hymne ein Solo-Gitarren-Arrangement wird

Der Schweizerpsalm ist im Kern ein Choral: vierstimmiger Satz (SATB), der sich in gemächlichen Blockakkorden bewegt, weitgehend diatonisch und bequem in einer Dur-Tonart. Der Trick, das Ganze auf eine einzige Gitarre zu bringen, heisst Chord-Melody — die Oberstimme (die Melodie, die alle so halb im Kopf haben) singt auf den hohen Saiten, während Mittelstimmen und Bass die Harmonie darunter ausfüllen. Die nützliche Erkenntnis: denk in Stimmen, nicht in Griffbildern. Halte den Melodieton als Anker und frag dich, was der kleinstmögliche Fingerweg zum nächsten Akkord ist.

Genau dieser „kleinste Weg" ist Stimmführung, und sie sorgt dafür, dass eine Hymne wie eine Hymne klingt und nicht wie eine Lagerfeuer-Schrammelei. Weil das Stück diatonisch und im Hymnentempo ist, eignet es sich wunderbar als erste Chord-Melody-Studie — langsam genug zum Nachdenken, schön genug, dass man dir Fehler verzeiht.

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