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Paranoid auf der Gitarre: Das Riff, das Black Sabbath in 20 Minuten schrieb und damit aus Versehen den Metal erfand

Der 20-Minuten-Lückenfüller, der aus Versehen die Blaupause für jede Metal-Band lieferte.

1970 brauchte Black Sabbath noch rund drei Minuten Füllmaterial, um ein Album vollzukriegen. Also zuckte Tony Iommi mit den Schultern, schrieb ein Riff in etwa der Zeit, die eine Tiefkühlpizza im Ofen braucht, und stellte dem Heavy Metal ganz nebenbei die Geburtsurkunde aus. Dieses Riff heißt "Paranoid" und terrorisiert seither jeden Musikladen der Welt.

Dieser Clip ist meine saubere Version des unverkennbaren Intro-Riffs — keine Vocals, kein Drama, nur die Töne, damit du sie dir für dein eigenes Spiel klauen kannst. Sieh es als schnelle Referenz für diesen klassischen Sabbath-Drive, nur ohne Fledermaus.

Wie das Paranoid-Riff wirklich funktioniert

Das Ganze lebt in E-Moll. Iommi hämmert ein palm-gedämpftes tiefes E als rhythmischen Motor und schält daraus eine kurze absteigende Figur direkt aus der E-Moll-Pentatonik heraus — dieselbe Fünf-Ton-Box, in die sich früher oder später jeder Rockgitarrist verliebt. Der Zauber liegt nicht in den Tönen (davon gibt es kaum welche), sondern im Palm Muting, das aus einer offenen E-Saite einen stampfenden Herzschlag macht und die Melodie obendrauf hervortreten lässt.

Konkreter Tipp: Verankere den Handballen deiner Anschlagshand am Steg und halte die Achtel absolut gleichmäßig, bevor du überhaupt an Tempo denkst. Paranoid ist schnell, klingt aber nur gut, wenn die Dämpfer sitzen und der Puls nie wackelt. Kriegst du den Groove bei 80 % Tempo hin, ist der Rest reine Mutfrage. Wer mehr von diesem Vokabular will: Dieselbe Pentatonik-Box schließt etwa die Hälfte der Rockgitarre auf.

Kleine Warnung: Sobald dieses Riff in deinen Fingern sitzt, spielst du es für immer in jedem Musikladen — ob du willst oder nicht. Wer die Guitar-Pro-Datei, das PDF und die Videos will, in denen ich das Palm-Mute-Timing in Zeitlupe zerlege, findet alles auf meinem Patreon.