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King of Queens hat dir heimlich einen Tritonus untergejubelt – und deine Ohren reichen Beschwerde ein

Drei Sekunden Sitcom-Füllmaterial, ein echt teuflisches Intervall.

Irgendwo in einer King-of-Queens-Folge, zwischen Dougs Kühlschrank-Raubzug und Carries Augenrollen, zündet ein zweisekündiger Musik-Sting, und niemand merkt es. Niemand – außer dem einen Typen, der die Serie pausiert, zur Gitarre greift und murmelt: „Moment mal, war das gerade ein Tritonus?“ Liebe Leserin, lieber Leser: ja, war es. Die Sitcom hat das Teufelsintervall in einen Szenenwechsel geschmuggelt und dachte, wir würden es nicht bemerken.

Dieser Clip ist genau dieses Lick, isoliert und auf der Gitarre gespielt: ein Häppchen-Interlude rund um die übermäßige Quarte, das Intervall, das mittelalterliche Mönche wörtlich diabolus in musica nannten. Ein paar Sekunden Ohrenschmaus, die deutlich würziger sind, als es für Sitcom-Hintergrundfüllmaterial angemessen wäre.

Wie das Tritonus-Lick funktioniert

Ein Tritonus ist genau das, was der Name sagt: drei Ganztöne übereinandergestapelt, eine übermäßige Quarte (oder ihr böser Zwilling, die verminderte Quinte). Teile eine Oktave exakt in der Mitte, und genau dort landest du. Diese Symmetrie ist der ganze Trick: Das Intervall ist so perfekt ausbalanciert, dass dein Ohr nicht sagen kann, welcher Ton „zuhause“ ist – also hängt es einfach da, ungelöst und leicht bedrohlich. Deshalb stützt sich jeder Horror-Soundtrack und die halbe Diskografie von Black Sabbath darauf. Dieses Lick funktioniert, weil es genau diese Spannung baumeln lässt und sie dann irgendwohin schiebt, meist indem sich der Tritonus per Halbton nach innen oder außen in etwas Konsonantes auflöst. Der praktische Tipp? Such dir irgendeinen Tritonus auf dem Griffbrett und löse jeden Ton per Halbtonschritt in entgegengesetzte Richtungen auf. Glückwunsch, du hast gerade den Kern eines Dominantseptakkords gespielt – weshalb dieses „gruselige“ Intervall heimlich der Motor hinter jeder Jazz-Kadenz ist. Wenn du die Theorie hinter dem Klang willst, fang bei der Frage, was Intervalle eigentlich sind, an.

Ehrlich: einen diabolus in musica in einer Kevin-James-Sitcom zu entdecken, ist das Metalste, was dem Abendprogramm je passiert ist. Willst du GuitarPro und PDF, um deine eigene Familie zwischen den Werbepausen mit dem Teufelsintervall zu nerven? Gibt's auf meinem Patreon.