Es gibt Lieder, die man monatelang übt, und dann gibt es Fichtls Lied, das ich auf der Gitarre versucht habe — woraufhin ich sofort verstand, warum mein Haus einen Gruppenchat hat, in dem ich nicht drin bin. Habe ich's getroffen? Ich habe Geräusche gemacht. Manche davon waren, und das beschwöre ich, durchaus musikalisch.
Dieser 42-Sekunden-Clip ist meine liebevolle, leicht chaotische Gitarrenversion des Party-Klassikers von Die Woodys — der Mitsing-Hit, der praktisch die Nationalhymne jedes Bierzelts ist. Unten zeige ich dir die drei Akkorde, die das ganze Ding tragen, damit du deine eigenen Nachbarn verantwortungsvoll nerven kannst.
So funktioniert Fichtls Lied: drei Akkorde und ganz viel „La"
Unter dem Bierzelt-Chaos ist Fichtls Lied ein Lehrbuch-I–IV–V in E-Dur: E (die I, das Zuhause), A (die IV, der freundliche Schritt nach oben) und B (die V, die Spannung, die zurück nach E will). Das ist alles. Das ist der ganze Motor. Hol dir eine Auffrischung zur Dur-Tonart, falls „I–IV–V" für dich wie ein Nummernschild aussieht, und tausch das simple B gegen ein B7 — die zusätzliche Septime zieht dich so stark nach Hause, dass sich der Mitsing-Chor praktisch von selbst steuert.
Der praktische Tipp: Denk beim La-La-La nicht zu viel nach. Es ist eine Frage-Antwort-Melodie über genau diesen drei Akkorden. Wenn du ein gleichmässiges Ab-Auf-Schlagmuster hältst und einfach auf den Schlag den Akkord wechselst, spielt sich das Ding von allein. Das Schwere sind nicht die Finger — das Schwere ist das Aufhören.
War es perfekt? Nein. War es laut? Frag Wohnung 4B. Wenn du das PDF und die Guitar-Pro-Datei willst, um dieses Verbrechen ordentlich zu begehen, warten sie auf meinem Patreon.