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Ein kurzer Blues-Lick zum Klauen, weil sechs gute Töne hundert schnelle schlagen

Lick #9: eine mundgerechte Blues-Line, ganz Gefühl, kein Füllwerk.

Noch nie ist jemand von der Blues-Bühne gestiegen und hat gemurmelt: „Wow, waren das viele Töne." Der Blues ist das eine Genre, in dem weniger Töne — dafür aber ernst gemeinte — jeden Highspeed-Tonleiterlauf schlagen. Ein Glück, wenn man wie ich genau sechs gute Töne und ein unangemessenes Maß an Selbstvertrauen besitzt.

Das hier ist Lick #9, ein kurzer Blues-Lick, der genau das Phrasing und das Feeling einfängt, um die es beim Blues im Kern geht. Er dauert keine 20 Sekunden, passt bequem in deine eigenen Soli und kommt mit PDF und Guitar-Pro-Datei — damit du ihn ordentlich klauen kannst. Sieh es als Vokabular, nicht als Hausaufgabe.

Wie dieser Blues-Lick funktioniert

Fast alles hier lebt in der Moll-Pentatonik-Box, mit einer frechen „Blue Note" (dieser verminderten Quinte), die sich für den Dreck dazwischenschummelt. Aber die Töne sind nicht der Punkt — das Phrasing ist es. Wo du ein Bending setzt, wie lange du einen Ton stehen lässt, die kleine Atempause vor der nächsten Phrase: genau das lässt fünf Töne wie ein Gespräch klingen statt wie eine Einkaufsliste. Wenn du die Landkarte willst, aus der diese Boxen stammen, breitet mein Pentatonik-Leitfaden das Ganze aus.

Konkreter Tipp: Lern nicht nur die Töne, lern den Rhythmus und die Bendings. Spiel den Lick, und probier ihn dann sofort auf einer anderen Zählzeit an, oder lass in der Mitte eine größere Lücke. Gleiche Töne, komplett anderer Satz. So wird aus einer Konserven-Line deine eigene Stimme — und sobald sie sich natürlich anfühlt, zeigt dir mein Leitfaden zur Lick-Erstellung, wie du eigene entwickelst.

Schnapp dir das Tab, loop es, bis die Nachbarn mitsummen, und geh irgendwas benden. Wenn du jedes PDF und jede Guitar-Pro-Datei haben willst, die ich mache (plus meine ewige Dankbarkeit), liegen sie auf meinem Patreon.