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16tel gegen Triolen: Der Zehn-Sekunden-Gangwechsel, der deine Anschlagshand zum Kreischen bringt

Vier Töne pro Schlag, dann drei, dann wieder vier — bis deine Hand Beschwerde einlegt.

Es gibt zwei Sorten von Gitarristen: die, die auf Kommando zwischen 16teln und Triolen wechseln können, und die, die das behaupten und dann heimlich die Triolen beschleunigen und die 16tel verschleppen, bis sich alles in einem matschigen Mittelding trifft, das technisch gesehen keines von beiden ist. Wenn du ehrlich bist, gehörst du wahrscheinlich zur zweiten Sorte. Ich an einem schlechten Tag auch.

Dieser Clip ist der zweite Teil meiner kleinen Reihe zum Wechsel zwischen Sechzehnteln und Triolen — etwa zehn Sekunden reiner Rhythmus-Gangwechsel. Keine schicken Töne, kein Geshredde, nur vier-pro-Schlag wird drei-pro-Schlag wird wieder vier, immer und immer wieder, bis deine Anschlagshand den Unterschied endlich in den Knochen spürt.

Wie der Wechsel zwischen 16teln und Triolen wirklich funktioniert

Der ganze Trick steckt in einer einzigen Zahl: wie viele Töne in einen Schlag passen. Sechzehntel geben dir vier gleichmäßig verteilte Schläge pro Beat — zähl "1-e-und-e". Triolen geben dir drei — zähl "1-tri-o-le". Gleicher Beat, gleiches Tempo, andere Unterteilung. Der Wechsel fühlt sich deshalb so fies an, weil deine Anschlagshand am liebsten die Handgeschwindigkeit gleich halten würde, richtig wäre aber, den Beat gleich zu halten und nur zu ändern, wie viele Töne du hineinstopfst. Der Puls unter deinem Fuß rührt sich nicht; nur die Dichte darüber ändert sich.

Konkreter Tipp: Stell ein Metronom auf Viertel und tippe bei jedem Klick mit dem Fuß mit. Spiel zwei Schläge 16tel, dann zwei Schläge Triolen, und halte den Fuß durch die Nahtstelle absolut ruhig. Zuckt der Fuß am Übergang, ist der Übergang falsch — repariere zuerst den Fuß, dann die Finger. Striktes Wechselschlag-Picking (ab-auf-ab-auf) lässt die 16tel einrasten; bei den Triolen kreuzt du den Beat ebenfalls mit Wechselschlägen, und genau deshalb lohnt sich das langsame Üben. Es passt wunderbar zu jeder Rhythmusübung, an der du ohnehin schon feilst.

Zehn Sekunden lang, ungefähr zehntausend Anläufe bis es sitzt — die Mathematik des Rhythmus-Übens war noch nie auf deiner Seite. Du willst die Guitar-Pro-Datei und die Zeitlupen-Version, um genau zu sehen, wo der Beat kippt? Gibt's alles auf meinem Patreon, wo die Triolen immer perfekt gleichmäßig sind und ich niemals, wirklich niemals, hetze.